Kraftsportverein Pausa e. V.

Saison endet mit 7:30 Niederlage gegen Aufsteiger Nürnberg

Erst gegeneinander gekämpft, dann miteinander gefeiert

Pausa – Es war ein Zweitliga-Punktkampf der anderen Sorte, Glückwünsche und Sekt gab es schon vor dem Duell der WKG Pausa/Plauen gegen den SV Johannis Nürnberg. Obwohl die Gastgeber den Kampf mit 7:30 klar verloren, gab es vom WKG-Anhang immer wieder riesen Applaus für ihre Lieblinge.

 

Nürnberg war dabei nicht einmal mit dem Stammaufgebot angereist, die starken Ungarn fehlten genauso wie der Olympiazweite von 2000 Yoel Palacio Romero, nur der Moldawier Evgheni Valentir stand als einziger ausländischer Ringer im Nürnberger U-23-Team. Dennoch kämpften die Youngster aus Franken souverän und unterstrichen damit ihre derzeitige Stärke, zeigten, warum Nürnberg im August 2009 zum Bundes-Leistungsstützpunkt ernannt wurde, denn 7 DRB-Kader stehen in den Reihen des SV Johannis.

 

Bevor es jedoch mit dem Bundesligakampf so richtig los ging, konnten sich nochmal die Jugendligaringer von Trainer Uwe Knittel gegen die Talenteschmiede des Nürnberger Ringernachwuchses beweisen. In den 10 ausgetragenen Kämpfen zeigten die WKG-Youngster ihr gestiegenes Leistungsvermögen und boten ordentlich Paroli. Schlussendlich mussten sie sich aber den starken Nürnberger Eigengewächsen mit 19:23 geschlagen geben.

 

Im anschließenden Vergleich der Bundesligamannschafte prüfte Mike Elschner (55 kg/k) als Erster die Konkurrenz, mit Fabian Schmitt hatte er auch einen Jugendringer der besonderen Klasse gegen sich. Vor allem im Bodenkampf erwies sich der junge Nürnberger als der Stärkere, Elschner unterlag mit 0:6, 0:2 und 0:1.

 

Steven Schmidt (120 kg/f) verabschiedete sich von den Fans, am Ende einer- für ihn holprigen Saison mit einem Sieg über Fabian Appel. In drei Runden gewann der Plauener mit 1:0, 4:1 und 3:0.

 

Gotcha Kirkitadze (60 kg/f) kam als Notnagel nach Pausa, ohne Saisonvorbereitung und ohne Training. Dennoch gab der Routinier Rückhalt und glich fehlende Kondition mit brillianter Technik aus. Auch diesmal zeigte er gegen den aktuellen DRB-Starter Tim Schleicher in der ersten Runde Technik vom Allerfeinsten. Doch als der junge, aufstrebende Ringer, der bei den Europameisterschaften 2008 in Tampere (Finnland) mit Rang fünf schon einmal ein Achtungszeichen gesetzt hatte, so richtig Druck machte, brach Kirkitadze ein und musste nach gewonnenener, erster Runde, am Ende gar einen Überlegenheitssieg von Schleicher quittieren. Dennoch feierten ihn die Fans, hatte er doch während der Saison so viele Kabinettstückchen geliefert.

 

Hochachtung vor Florian Heß (96 kg/k), der junge WKG-Ringer verkaufte gegen den langen Philipp Vaneck seine Haut teuer. Im ersten Durchgang rettete ihn der Pausengong vor der drohenden Schulterniederlage, in den folgenden Runden wählte der im Standkampf aktivere Nürnberger die Unterlage und gab dabei keine Wertung ab, so dass er alle drei Kampfrunde für sich verbuchte.

 

Im letzten Duell vor der Pause wurde zwischen Maximilian Schwabe und Sven Dürmeier ein Freundschaftskampf absolviert, da Schwabe das Gewichtslimit nicht einhielt. Der Nürnberger gewann auch im angesetzten Freundschaftskampf alle drei umkämpfte Runden.

 

Nach der Pause punktete Andrzej Grzelak (84 kg/f) für die WKG Pausa/Plauen, der sich in der gesamten Saison überaus wohl fühlte und das auch auf der Matte zeigte. Gegen den keineswegs schlechten Christoph Pscherer gewann der Pole in Diensten der WKG mit 3:1 Runden und bekam dafür den Applaus der vielen Zuschauer.

 

Doch dann lief der SV Johannis Nürnberg noch einmal zu Hochform auf, nacheinander mussten

 

Steve Brylla (66 kg/f),

 

Andreas Bering (84 kg/k),

 

Martin Waldeck (74 kg/f) und

 

Martin Lehmann (74 kg/k)

 

Niederlagen hinnehmen, die Franken zogen bis auf 30:7 davon.

 

Den vielen Zuschauern in der Schulturnhalle Pausa war's egal, die WKG Pausa/Plauen hatte längst nichts mehr mit dem Abstieg zu tun und Nürnberg galt ohneghin als unbezwingbarer Kontrahent.

 

 

„10 Punkte hatten wir uns vorgenommen, 7 sind es am Ende gewonnen, natürlich gönne ich vor allem Steven Schmidt den Erfolg, der in der nun abgeschlossenen Saison nicht unbedingt mit Fortuna im Bunde stand“, waren Mannschaftsleiter Silvio Hoffmann und der sportliche Leiter des KSV Pausa, Denny Schulz letztendlich zufrieden.

Kurz vor Ende der Begegnung wurde der Kampf noch einmal unterbrochen und der Vorsitzende der Ringerabteilung des KSV Pausa, Ulrich Leithold ließ das Kalenderjahr noch einmal Revue passieren, das mit vielen Höhepunkten unter dem Motto '100 Jahre Ringen in Pausa' stand.

 

Nach den letzten Kämpfen feierten die Nürnberger den Aufstieg und die WKG-Ringer den Nichtabstieg. Und das taten sie einvernehmlich miteinander. Sport verbindet eben.

 

Kampfstatistik

Stilart Gewicht Name Name Punkte Wertung Zeit
Gr.-röm. 55 Mike Elschner Fabian Schmitt 0:3 PS 0:6 0:2 0:1 05:55
Freistil 60 Gocha Kirkitadze Tim Schleicher 1:4 4:1 0:6 0:6 1:7 05:44
Gr.-röm. 66A Maximilian Schwabe Sven Dürmeier 0:4 ÜG 0:3 0:1 0:3  
Freistil 66B Steve Brylla Mario Besold 0:4 SS 0:2 0:2 03:09
Gr.-röm. 74A Martin Lehmann Martin Klopf 0:4 SS 4:0 3:3 03:23
Freistil 74B Martin Waldeck Evgeniy Valentir 0:4 SS 0:8 0:3 0:3 03:56
Gr.-röm. 84A Andreas Bering Matthias Baumeister 0:3 PS 0:3 0:1 0:2 06:00
Freistil 84B Andrzej Grzelak Christoph Pscherer 3:1 PS 1:6 1:0 2:1 2:1 08:00
Gr.-röm. 96 Florian Heß Philipp Vanek 0:3 PS 0:4 0:1 0:1 06:00
Freistil 120 Steven Schmidt Fabian Appel 3:0 PS 1:0 4:1 3:0 06:00

 

Weitere Bilder vom Kampf:

 

 

 

 

 

 

 

 

Bericht: Jörg Richter

Bilder: Toni Klemm

 

 

 

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