WKG-Ringer unterlagen, gingen jedoch nicht unter
Pausa – Die Zweitligaaufsteiger der Wettkampfgemeinschaft KSV Pausa und ASV Plauen haben ihren ersten Kampf gegen den SV Luftfahrt Berlin zwar mit 14:24 verloren, doch untergegangen sind sie dabei nicht. Vor begeisternder Heimkulisse boten die Vogtländer dem Staffelfavoriten über weite Strecken Paroli.
Zunächst der Schock im WKG-Team, denn Viktor Glibenko (55 kg/f) erhielt vorerst kein Einreisevisum, so das der Routinier aus der Ukraine beim Saisonstart nicht dabei sein konnte. „So kurz vor dem Aufgalopp haben wir natürlich keinen anderen Athleten parat, so dass wir das leichteste Limit den Berlinern kampflos überlassen mussten“, so WKG-Trainer Jörg Hocke etwas traurig, denn Glibenko war als sicherer Punktejäger von Beginn an fest eingeplant
.
So war es an Jiri Matysek (120 kg/k) die ersten Zähler für die WKG zu holen. Der Tscheche hatte zunächst einige Probleme mit dem Bundesliga-Regelwerk, dass von den FILA-Regeln bei Einzelturnieren erheblich abweicht. So gingen die ersten beiden Runden an den für die Berliner ringenden Polen Pawel Jaltowzuk. Doch dann drehte Matysek auf und riss den Kampf in den drei Folgerunden mit 3:0, 1:0 und 1:0 doch noch aus dem Feuer.
Jiri Matysek
Danach zeigten die Berliner, warum sie als einer der Staffelfavoriten gehandelt werden. Mike Elschner (60 kg/k) unterlag seinem physisch-überlegenem Gegner Radoslaw Bierzanowski. Mit großem Kampfgeist vereitelte Elschner den Überlegenheitssieg des Polen. Etwa 10 kg Gewicht musste Steven Schmidt (96 kg/f) abspecken und mit Lukasz Dublinowski wartete ein Kontrahent, der in den vergangenen Jahren das Geschehen in der 2. Bundesliga maßgeblich mitbestimmte. Erst als in der 3. Runde die Kräfte bei Steven Schmidt immer mehr schwanden, kam Dublinowski zum Überlegenheitssieg (3:0, 4:0, 6:0).
Steven Schmidt
Doch dann der Auftritt von Steve Brylla (66 kg/f). Der Neuzugang vom AC Germania Artern hatte es mit Wojciech Makowski, einem polnischen Spitzenringer zu tun. Zunächst sah alles nach einem Sieg von Makowski aus, doch dann packte Steve Brylla im 3. Durchgang zu und drückte seinen Kontrahenten mit einer Zangentechnik auf beide Schultern. Das war nach dem Geschmack der Zuschauer, die angesichts des Pausenstandes von 7:13 nicht völlig enttäuscht die Hälfte des Kampftages heiß diskutierten.
Steve Brylla
Doch die Berliner ließen sich nicht beirren, Tom Linke spielte gegen Andreas Bering, einem weiteren WKG-Neuzugang, der aus Artern zu den Erdachsenstädtern wechselte, seine Vorteile im Bodenkampf aus und gewann nach 3:0 Runden. Aber auch Marc Wentzke aus dem Leistungszentrum Frankfurt/O., der extra für dieses Duell in die Kategorie bis 66 kg abgespeckt hatte, wies Silvio Hoffmann mit 4:0 Runden in die Schranken. Hoffmann, der in diesem Limit Werner Schellenberg vertrat, der aus beruflichen Gründen fehlte, kam gegen den überlegenen Wentzke nicht um eine technische Niederlage herum, warf jedoch kämpferisch alles in die Waagschale.
Lyuben Iliev (84 kg/f) ist zurück – und sein Kämpferherz brachte er mit. Kein Vergleich zum bulgarischen 'Iliev-Ersatz' Mustafov aus dem Vorjahr. Lyuben Iliev kannte nur den Vorwärtsgang und trieb Marcel Redmann, der immerhin vom Erstbundesligisten KG Frankfurt/Eisenhüttenstadt nach Berlin, in seinen Heimatverein zurück wechselte, bis zum technischen Überlegenheitssieg vor sich her.
Andrzej Grzelak (74 kg/f) kämpfte mit DRB-Auswahlringer Martin Obst auf Augenhöhe mit, kam bis zur 3. Runde immer besser mit dem stämmigen Hauptstädter zurecht. Doch der deutsche Vizemeister 2009 hatte gegen den polnischen Vizemeister 2009 das bessere Ende für sich und gewann das auf Erstliganiveau stehende Duell mit 3:0 Runden (1:0, 1:0, 3:1). Grzelak trotz der Niederlage eine große Verstärkung für das WKG-Team.
Andrzej Grzelak
Im letzten Duell des Kampfabends sorgte Martin Lehmann (74 kg/k) noch einmal für großen Jubel in der Schulturnhalle Pausa, denn er bezwang den international-erfahrenen Dogukan Karakus mit 3:1 Runden. „Das sich ein Neuzugang so rein kniet, sich verausgabt bis zum Letzten, um dann noch fast von der Matte getragen zu werden, dass ist nicht normal, das gibt es eben nur hier in Pausa“, beschrieb Mannschaftsleiter Silvio Hoffmann, wie der Funke von der Matte auf die Zuschauer- und wieder zurück auf die Matte sprang. „Das Ergebnis spiegelt den Kampfverlauf nicht gerecht wieder, wir haben Berlin einen großen Kampf geliefert, mit dieser Truppe steigen wir nie und nimmer ab“, gab sich auch Denny Schulz trotz der klar anmutenden 14:24-Niederlage kämpferisch und freut sich auf den Auswärtskampf am kommenden Wochenende in Gelenau.
Kampfstatistik:
| WKG Pausa/Plauen 14 |
SV Luftf. Berlin 24 |
|||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
|
||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
Weiter Bilder vom Kampf
Jiri Matysek
Mike Elschner
Steve Brylla
Andreas Behring
Bilder: Toni Klemm

Alle Sponsoren und Gönner des KSV Pausa auf einen Blick:

Die "Ringer des Jahres":
1. Platz - Maximilian Schwabe
2. Platz - Bastian Kurz
3. Platz - Stefan Bonev
Wir bieten allen interessierten Jungs und Mädchen die Möglichkeit an einem Schnup-