Pausa/Plauen. Das Zweitligateam der Wettkampfgemeinschaft holte die Silbermedaille in der Staffel Nord, die Reservemannschaft wurde in der Oberliga Sachsenmeister und die kleinen Mattenfüchse gewannen nach einem Generationswechsel in der Jugendliga die Silbermedaille.
Das Zweitligateam der WKG Pausa/Plauen ging 2011 als Medaillenkandidat an den Start, doch konnte man schon am ersten Kampftag ahnen, was für eine Dramatik an der Tabellenspitze entstehen würde. Der 20:17-Erfolg in Unterföhring war ein guter Start für die Vogtländer in eine Saison mit mehr Auf als Ab. Im Endspurt kamen die Schützlinge um Trainer Silvio Hoffmann und Denny Schulz auf den Silberrang.
Saisonhöhepunkte waren die Lokalderbys gegen Markneukirchen und Greiz vor großer und stimmungsgewaltiger Kulisse. Die WKG-Trainer setzten auf das Team aus dem Vorjahr, mussten aber den Weggang von Steve Brylla kompensieren. Für Brylla, der in Aue anheuerte, kam mit Lukasz Gorzynski ein polnischer Ringer. Mitko Asenov ergänzte das Team in den leichten Gewichtsklassen im Freistil. Zudem rückte Nachwuchsringer Andre Becher auf.
"Wir haben eine gute Mischung von Eigengewächsen, deutschen Ringern und ausländischen Verstärkungen, dennoch ist die Decke dünn. Ausfälle wie zur Mitte der Rückrunde konnten nicht gleichwertig ersetzt werden", sagte Silvio Hoffmann in Bezug auf die Verletzungen von Lukasz Gorzynski und Martin Waldeck. Die Nachwuchsringer Andre Becher und Christian Hempel, einmal auch Martin Berkholz, feierten dafür ihre Feuertaufe in der Kampfklasse.
Die Ringer in der Einzelkritik:
Mike Elschner (55/60 Kilo/GR) - Ein Stützpfeiler der Mannschaft, der ein halbes Jahr mit seinem Gewichtslimit kämpfen musste. Einmal mehr erwies er sich als fleißger Punktesammler.
Mitko Asenov (55/60 Kilo/FR) - Konnte im Duell gegen Leipzigs Kai Wedekind über sich hinauswachsen, lieferte aber auch schwache Kämpfe.
Gocha Kirkitadze (60/66 Kilo/FR) - Ist mit 39 Jahren über den Zenit hinaus, aber ein starker Rückhalt für die Mannschaft, der eine riesige Trickkiste hat.
Werner Schellenberg (66 Kilo/GR) - Kämpfte stets mit 100 Prozent, wird zu einer Stütze des Teams.
Martin Berkholz (66 Kilo/GR) - Gab bei seinem einzigen Einsatz alles und stand knapp vor einem Rundengewinn.
Lukasz Gorzynski (66 Kilo/FR) - Eine starke Verpflichtung.
Andre Becher (60/66 Kilo/FR) - Kämpfte verbissen, was ihm Sympathien der Fans einbrachte.
Martin Lehmann (66/74 Kilo/GR) - Will die Laufbahn in Pausa ausklingen lassen, ist aber noch ein kampfstarker Ringer.
Martin Waldeck (74 Kilo/FR) - Nach einer starken Saison tat sich der Weltergewichtler schwer. Hinzu kam eine Rippenverletzung. Im Endspurt war Martin Waldeck wieder der Alte.
Maximilian Schwabe (74 Kilo/GR) - Wuchs zum stabilen Zweitligaringer, der gegen die besten Weltergewichtler der Nordstaffel punktete. Seine Stärken liegen im defensiven Bereich.
Christian Hempel (74 Kilo/FR) - Soll sich in den kommenden Jahren in der zweithöchsten Kampfklasse etablieren.
Bastian Kurz (84 Kilo/GR) - Dem Ringer taten die Kämpfe in der stark besetzten Gewichtsklasse sehr gut. Mit den Routiniers hatte er seine Probleme.
Stefan Bonev (84 Kilo/FR) - Hatte einen schwachen Start, wurde im Verlauf der Meisterschaftsrunde stärker. Ein Husarenstück gelang ihm gegen Sebastian Otto (WKG Leipzig/Taucha).
Plamen Tashev (96/120 Kilo/GR) - Von jungen Athleten ist man Kampfgeist gewohnt, den er diesmal oft vermissen ließ.
Stanimr Dinev (96/120 Kilo/FR) - Rief sein Leistungsvermögen ab, kämpfte mit schönen Beinangriffen und taktischen Finessen.

Alle Sponsoren und Gönner des KSV Pausa auf einen Blick:

Die "Ringer des Jahres":
1. Platz - Maximilian Schwabe
2. Platz - Bastian Kurz
3. Platz - Stefan Bonev
Neue Runde - neues Glück!

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