WKG siegt mit 25:17 über die Küstenringer und profitiert von der Niederlage der Greizer in Aue
Rostock – Die Zweitligaringer der WKG Pausa/Plauen haben es geschafft – dank eines 25:17-Sieges über die KG Küstenringer aus der Hansestadt Rostock und der gleichzeitigen Niederlage von Greiz in Aue holten die Schützlinge des Trainergespanns Silvio Hoffmann/Denny Schulz die Silbermedaille und feierten damit den größten Erfolg seit Bestehen der Wettkampfgemeinschaft.

Kleiner Mann ganz groß - die Mannschaft feiert ihren Trainer Silvio Hoffmann
22:12 Uhr war der letzte Kampf in der WIRO-Sporthalle beendet, Martin Waldeck (74 kg/FR) hatte zwar gegen den starken, erstligaerfahrenen Martin Buhz in 0:3 Runden verloren, doch kurz zuvor war es Maximilian Schwabe, der mit einem Überlegenheitssieg über Peter Groß den Auswärtssieg der Vogtländer entgültig fest zurrte. Bange Blicke gingen zwischenzeitlich immer wieder zum Bildschirm auf dem die Punktestände angezeigt und später übrigen Ergebnisse erwartet wurden. Zwischenzeitlich wurden sämtliche Szenarien durchgespielt und es wurde immer wieder gerechnet, denn bei einer Niederlage in Rostock und dem gleichzeitigen Sieg der Kontrahenten hätte man auch bis auf den undankbaren fünften Platz zurückfallen können und stünde nun ohne Edelmetall da. Grenzenloser Jubel brach los, als die Ergebnisse komplett waren und der zweite Tabellenplatz fest zementiert war.
„Ich weiß gar nicht was ich sagen soll, ich habe noch gar keine Worte“, musste sich Silvio Hoffmann erst einmal fangen. Mit einem grandiosen Endspurt hatte seine Mannschaft zuletzt Siege gegen den KAV Mansfelder Land und nun bei den Küstenringern eingefahren und sich somit für eine grandiose Saison selbst belohnt – SILBER!
Gefeiert wurde bis in die späte Nacht, die lange Rückfahrt von der Ostseeküste ins verschneite Vogtland war ohnehin erst am nächsten Sonntagmorgen geplant.
Für Mike Elschner (55 kg/GR) hatten die Küstenringer keinen Gegner, dafür hatte es Stanimir Dinev (120 kg/FR) gegen den ebenfalls erfahrenen Thomas Tonn beim 3:2-Rundensieg um so schwerer. Dinev führte bereits mit 2:0 Runden, als der Rostocker noch zum 2:2 ausgleichen konnte. Doch mit einem 1:0 im 5. und entscheidenden Durchgang holte der Bulgare in Pausaer Diensten dann doch noch den Sieg und brachte so alle drei Punkte auf das Mannschaftskonto der Vogtländer. Mitko Asenov (60 kg/FR) hatte mit dem jugendlichen Sebastian Nehls nicht viel Mühe, er gewann durch technische Überlegenheit. Als auch Plamen Tashev (96 kg/GR) fleißig Punkte einsammelte und einen Überlegenheitssieg gegen Jan Friedl feierte, waren bereits die Weichen für den Auswärtssieg der Vogtländer gestellt. Werner Schellenberg (66 kg/GR) verbuchte gegen den Deutschen Vizemeister von 2010, Dennis Langner, beim 1:3 einen weiteren Rundengewinn zum 16:5-Pausenstand. Eine wiederum starke Leistung des jungen Plaueners.

Werner Schellenberg (blau) steigerte sich zum Saisonende enorm
Ein Duell auf Messers Schneide lieferten sich Stefan Bonev (84 kg/FR) und der 10 Kilogramm leichtere Sebastian Nowak. Nach einem Kampf, der an Dramatik kaum zu überbieten war, holte der bulgarische Routinier einen 3:2-Sieg auf das Konto der Vogtländer. Die Küstenringer zogen dann zwar noch einmal an, doch mehr als eine Ergebniskosmetik kam dabei nicht heraus. Nach den Niederlagen von Bastian Kurz (84 kg/GR) (2:3 gegen Tom Zymara) und Martin Lehmann (66 kg), der im ungewohnten Freistil gegen Routinier Steffen Lübke antrat und in drei Runden verlor, sorgte Maximilian Schwabe (74 kg/GR) für Klarheit – der WKG Pausa/Plauen war der Sieg nun nicht mehr zu nehmen. Die 0:3-Niederlage von Martin Waldeck (74 kg/FR) ging im Jubel des mitgereisten WKG-Anhangs unter.

Maximilian Schwabe (blau) demontierte seinen Gegner
„Es war das erwartet schwere Duell und am Ende hat alles gepasst. Das müssen wir jetzt erst einmal sacken lassen und verarbeiten – die Freude über den zweiten Platz vor Eisleben, Markneukirchen und Greiz, ist riesig. Herzlichen Glückwunsch an der Stelle an die WKG Leipzig/Taucha die nun als Staffelsieger aufsteigen“, stimmte Silvio Hoffmann in den Jubel im WKG-Lager ein. Der Kontrahent, die KG Küstenringer stand schon vor dem letzten Kampftag als Absteiger fest. „Schade, dass sie mit einer solchen Mannschaft – genau wie Potsdam im Vorjahr – absteigen müssen“, vergaß Silvio Hoffmann nicht, auch dem Gegner für die letzte Saisonleistung, trotz des feststehenden Abstiegs, seinen Respekt auszusprechen.
Bericht: Jörg Richter
Foto: rostock-sport.de

Alle Sponsoren und Gönner des KSV Pausa auf einen Blick:

Die "Ringer des Jahres":
1. Platz - Maximilian Schwabe
2. Platz - Bastian Kurz
3. Platz - Stefan Bonev
Neue Runde - neues Glück!

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